Schweiz
Hier finden Sie Informationen zu weiteren Projekten in der Schweiz.
Pausenkiosk/Znüni-Määrt
Der Pausenkiosk ist als Projektarbeit in einigen Schweizer Schulen eingeführt. 1997 startete die Gemeindeschule Sarnen einen ersten Pausenkiosk. Im Werkunterreicht einer 2. Klasse wurde ein fahrbarer Kiosk gezimmert. Es wurden zu verkaufende Produkte definiert, eine Werbestrategie festgelegt, Sponsoren gesucht und die Finanzen geplant.
Baby-Hospital-Initiative
Hier gilt die Schweiz als aktivstes Land in Mitteleuropa. 43 Einrichtungen haben die Auszeichnung als stillfreundliche Klink erhalten und erreichen damit 30.000 Neugeborene (von 75.000) jährlich. Ziel der Initiative ist, ein ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten durchzusetzen sowie zu einem weiteren Stillen bis zu zwei Jahren in Verbindung mit einer altersangepassten Beikost zu motivieren.
Projekt Energie-Management (PEM)
Dieses Projekt verbindet den Ernährungs- mit dem Bewegungsansatz.
Ziel ist, die Wissensbasis zur Ernährung und Bewegung zu verbreitern, für das eigene Verhalten zu sensibilisieren und bereits übergewichtige Kinder in einer sekundärpräventiven Früherfassung zu erkennen und in entsprechende weitere Programme zu überweisen.
Es basiert auf einer gemeinsamen Arbeit, die Turnlehrkräfte der Kantonsschule St. Gallen mit den Biologielehrkräften durchgeführt haben.
Das Alimentarium
Das Alimentarium ist ein Museum der Ernährung, eingerichtet und geführt von der Nestlé-Stiftung. In den fünf Abteilungen der ständigen Ausstellung wird durch verschiedene Themen geführt (In der Küche; Am Tisch; Was verbirgt sich hinter den Lebensmitteln; Abenteuer Verdauung und die Geschichte von Henri Nestlé vom Erfinder bis zum weltgrößten Lebensmittelhersteller). Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen, ein Alimentarium Junior und eine Wanderausstellung (Gen-Welten Ernährung).
Suisse Balance
Suisse Balance ist die Ernährungsbewegung vom Bundesamt für Gesundheit der Schweiz in einer gemeinsamen Trägerschaft mit der Gesundheitsförderung Schweiz. Es soll Menschen motivieren, sich ausgewogen zu ernähren und täglich ausreichend zu bewegen. Zielgruppe sind alle Bürger der Schweiz. Dazu werden Projekte auf drei Ebenen realisiert: der Politik, der Sozial- und non-profit-Organisationen und der Bevölkerung, wobei hier ausdrücklich der Schwerpunkt Kinder und jugendlich formuliert wird. Beispielhaft sind hier Projekte wie KidBalù, Moving Lifestyle oder die Freestyle Tour.
Kidbalù ist ein Projekt von Suisse Balance und bietet eine Weiterbildung für Kursleiterinnen des Mutter-Kindturnens. Ziel ist, bestehende Kurse um das Thema Ernährung zu ergänzen.
Moving Lifestyle spricht Schüler an, sich in ihrer Freizeit mehr zu bewegen und ausgewogener zu ernähren. Moving Lifestyle ist als Modellprojekt so angelegt, dass es im Schulbereich multipliziert werden kann. Die Lehrer werden instruiert und begleitet, die Umsetzung (mit Tests) erfolgt im Unterricht. Bewegungsverhalten im Alltag wird dokumentiert. Als Anreizsystem winken Preise.
Bei der Freestyle Tour erleben die Kinder lustbetont und handlungsorientiert die Grundlagen für ein gesundes Körpergewicht. 3.000 Kinder und Jugendliche sollen an 30 Schulen und besonderen Events für das Thema Bewegung und Ernährung sensibilisiert werden.
 (www.suissebalance.ch).
Modellprojekte zur „Bewegten Schule“ in der Schweiz
Ähnliche Ansätze wie in Österreich gibt es in der Schweiz. Mit der Aktion „Internationales Jahr des Sports und der Sporterziehung“ und dem Projekt „Tägliche Bewegungszeit – schule.bewegt“ will die Schweizer Schulsporterziehung dem Thema der täglichen Bewegungszeit an der Schule Aufwind geben. Ein altes Problem, aber die Ziele sind ehrgeizig. 1.000 Schulklassen sollen sich während eines Quartals täglich bewegen.
Zwar sind die Sport-Strukturzahlen zunächst beeindruckend, immerhin gibt es 27.000 Sportvereine mit 3,2 Mio. Mitgliedern in der Schweiz, aber die Mitgliederzahlen im Jugendbereich haben sich in den letzten zehn Jahren halbiert. Dieses Problem greift der Schweizer Breitensportverband Satus mit seiner Initiative „Jugend in motion“ auf.
