Komorbiditäten der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
Das Gesundheitsrisiko der Adipositas ist vor allem von Begleiterkrankungen abhängig. Ihr Auftreten ist zum einen vom Ausmaß der Adipositas, zum anderen auch von genetischen Faktoren abhängig.
In jedem Fall sind Begleiterkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Leberverfettung, Zuckerverwertungsstörungen) bei Jugendlichen in unserer Region mit über 80% außerordentlich häufig (siehe Posterbeitrag). Neben der umfassenden Behandlung der Adipositas muss also eine genaue Diagnostik und manchmal auch zusätzliche Therapie der Begleiterkrankungen erfolgen.
In sehr vielen Familien von adipösen Jugendlichen bestehen soziale und psychische Belastungssituationen, die die Chancen einer nachhaltigen Verbesserung der körperlichen und seelischen Gesundheit herabsetzen. Die Belastung durch das soziale Umfeld führt nicht selten zu psychischen Begleiterkrankungen bei den Betroffenen. Depression und Minderwertigkeitsgefühle behindern die soziale Integration, den Übergang ins Erwachsenenalter und die Berufswahl, so dass neben der umfassenden Behandlung der Adipositas eine professionelle Unterstützung (Psychotherapie, Familientherapie) der seelischen Gesundung erforderlich ist.
